SChirmherrin

 

Filmregisseurin Franziska Stünkel über Helden

Die preisgekrönte hannoversche Regisseurin, Drehbuchautorin und Fotografin Franziska Stünkel ist Schirmherrin des niedersächsischen Schüler-Kurzfilmwettbewerbs „Helden von nebenan“. Zurzeit führt sie Regie bei der 18-stündigen Mammutdokumentation „Tag der Norddeutschen“, die im November im NDR-Fernsehen ausgestrahlt wird.

Frau Stünkel, warum unterstützen Sie den Kurzfilmwettbewerb „Helden von nebenan – junge Leute und das Ehrenamt“?
Franziska Stünkel: Die Gelegenheit sich mit dem sozialen Thema Engagement künstlerisch in einem Kurzfilm auseinanderzusetzen, finde ich reizvoll. Heldengeschichten aus dem Alltag zu recherchieren und dieses Thema dann in einen Dokumentarfilm, einen Spielfilm oder Zeichentrickfilm umzusetzen – das ist eine schöne Herausforderung. Schön, dass Schulklassen zunächst die Möglichkeit haben, Drehbuch- und Filmworkshops zu besuchen.

Sie selbst engagieren sich ehrenamtlich und unterstützen viele gemeinnützige Organisationen. Wieso? 
Franziska Stünkel: Viele Initiativen sind auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. Ich sehe mich als Teil einer Gemeinschaft, in der wir alle leben. Darum ist es mir ein Anliegen und eine Freude, wenn ich mich in Form von ehrenamtlichem Engagement daran beteiligen darf.

Sie werden später auch in der Helden-von-nebenan-Jury sitzen. Was erhoffen Sie sich von den Kurzfilmen?
Franziska Stünkel: Viele spannende Heldengeschichten aus dem Alltag. Neugierig bin ich vor allem, welche Inhalte junge Menschen mit dem Thema "HELDEN" verknüpfen und welche ungewöhnliche Heldinnen und Helden die Jugendlichen in ihrem nahen Umfeld entdecken und uns schließlich präsentieren werden. 

Sie haben am Hölty-Gymnasium in Wunstorf Abi einst gemacht haben Sie früher auch an Wettbewerben teilgenommen?
Franziska Stünkel: Na klar, sogar an sehr vielen. Deswegen habe ich nächtelang im Fotolabor gestanden oder mit der Videokamera der Nachbarn meine ersten Filmversuche unternommen. – Als Schülerin habe ich gespürt, wie groß meine Leidenschaft für das Erzählen in Bildern ist. 

Welche Tipps können Sie jungen Filmemacherinnen und Filmemacher geben?
Franziska Stünkel: Immer dran denken: Filmarbeit ist Teamarbeit. Es erfordert ein kreatives aber auch gut organisiertes Miteinander, viel Ausdauer und insbesondere Flexibilität, wenn mal etwas nicht klappt. Das Wichtigste aber sind zunächst mal die Geschichten selbst: Sie müssen lebendig sein. Wer dann noch mit Leidenschaft bei der Sache ist, kann nur gewinnen: und auch wenn man am Ende keine Auszeichnung gewinnt, so gewinnt man die spannenden und wunderbare Erfahrung zusammen einen eigenen Film gedreht zu haben. AUF GEHT'S! WIR FREUEN UNS AUF EURE FILME!